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Modularisierung und Module

Modularisierung und Module

Bei der Umstellung der alten Studiengänge auf eine gestufte Struktur müssen die Inhalte von Diplom, Magister und Staatsexamens-Studiengängen neu konzipiert werden. Dabei soll das Prinzip der Modularisierung angewandt werden, um die neuen Studiengänge akkreditierbar zu machen.

 

Die strukturelle und inhaltliche Gliederung eines Studiengangs in Module ist notwendiges Teilelement des neuen ECTS-System, mit dem es möglich wird, Studienleistungen europaweit einheitlich bewerten und anrechnen zu können.

 

Was kennzeichnet die Modularisierung?
Die Qualifizierungsziele eines Studiengangs stehen im Vordergrund, und alle Studienangebote werden konsequent im Hinblick darauf definiert. Der Lernstoff ist in thematische, klar definierte Blöcke eingeteilt – die Module.

 

Was sind Module?
Sie umfassen mindestens zwei Veranstaltungen und können sich über mehrere Semester erstrecken. Die Veranstaltungsformen dürfen variieren: in Seminaren, Projekten, Vorlesungen oder Exkursionen erlernen Studierende die Kompetenzen zu einem Themenbereich. Das Erreichen der Lernziele eines Moduls wird studienbegleitend überprüft und bewertet.

 

Merkmale von Modulen:
• Themenblock, thematische Lerneinheit
• Studieninhalte und Lernziele sind klar definiert
• Lernziele werden studienbegleitend überprüft
• Veranstaltungsformen können variieren
• Module können sich über mehrere Semester erstrecken
• Arten: Pflichtmodule, Wahlpflichtmodule, Wahlmodule
• Jedem Modul ist eine bestimmte Anzahl an ECTS-Leistungspunkten zugeordnet
• Studienmodule und ihre Beschreibung sind in der Studienordnung festgelegt

 

Es gibt unterschiedliche Module, aus denen sich ein Studiengang zusammensetzt: Pflichtmodule müssen innerhalb des Studiums belegt werden, um den Abschluss zu erreichen. Wahlpflichtmodule können aus einem bestimmten Themenbereich ausgewählt werden. Als drittes gibt es die frei wählbaren Wahlmodule.

 

Konzeptionsprinzip Modularisierung
Die Modularisierung eines Studiengangs ist nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) von 2003 verpflichtend, wenn der Studiengang durch das Genehmigungsverfahren der Akkreditierungsagenturen offiziell anerkannt werden soll.

 

Das Grundprinzip der Modularisierung wird in einem Positionspapier des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) folgendermaßen beschrieben: "Studienangebote konsequent von den Qualifizierungszielen her zu konzipieren und den Stellenwert und Beitrag jeder einzelnen Lehrveranstaltung im Hinblick darauf zu definieren."

 

Neu ist hierbei, dass die Lernziele eines Studiengangs für die einzelnen Module definiert werden. Die Lernziele einer thematischen Einheit beschränken sich nicht nur auf Fachwissen, sondern können unterschiedliche Kompetenzfelder abdecken: Fachwissen, Anwendungs- und Methodenkompetenzen, aber auch allgemeine Schlüsselqualifikationen. Denn das Kompetenzfeld einer Lerneinheit kann in unterschiedlichen Veranstaltungsformen erworben werden, beispielsweise in Vorlesungen, Praktika und Projekten, die abschließend gemeinsam benotet werden.

 

In einer Vorlesung wird das Fachwissen zum Thema grundgelegt, in einem Praktikum oder Projekt werden Methodenkompetenzen zum Thema vermittelt und können gleich in der Praxis angewandt werden. Mit der Modularisierung lassen sich Theorie und Praxis von Studieninhalten besser verzahnen.

 
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