
Mit den ECTS-Grades wird die Qualität von Studienleistungen ausgedrückt. Gerechte Bewertung ist ohnehin eine Herausforderung, wie das europaweit gelingen soll, lesen sie hier.
Um eine europaweit vergleichbare Bewertung von Studienleistungen zu ermöglichen, müssen Qualifizierungsziele, Arbeitsaufwand und Benotung einheitlich festgelegt werden. Mit den Leistungspunkten wird die quantitative Arbeitsbelastung beschrieben. Die Qualität der erbrachten Leistung soll mit den ECTS-Grades angezeigt werden. Innerhalb des europäischen Hochschulraums, den Ländern und den Fachbereichen selbst gibt es verschiedene Benotungskulturen. Die ECTS-Grades sind ein Instrument, mit dem die Übertragbarkeit von Noten zwischen Hochschulen mit unterschiedlichen Benotungssystemen gewährleistet werden soll.
Der ECTS-Grade ist eine relative Note. Er zeigt die Position des/der Studierenden in einer Rangfolge an, bei der die Besten einen A-Grade erhalten und die schlechtesten einen E-Grade. Wer eine Modulabschlussprüfung nicht bestanden hat, erhält ein FX oder F für „nicht bestanden“. Erfolgreiche Studierende, die die Lernziele des Moduls erreicht haben bekommen folgende Noten:
A – die besten 10%
B – die nächsten 25%
C – die nächsten 30%
D – die nächsten 25%
E – die nächsten 10%
Die ECTS-Grade unterteilen also die Studierenden in Klassen mit einer festgelegten, prozentualen Größe. Die Zuordnung, oben, ist eine Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz zur Umrechnung der deutschen Noten.
Wird es in deutschen Hochschulen statt 1,0-Kandidaten, dann nur noch die A-Kandidaten geben? Nein, denn die ECTS-Grades werden die herkömmlichen Noten, wie 1,7, des deutschen Hochschulsystems nicht ersetzen, sondern ergänzen.
