Informationen über das Bachelor-Studium und das Master-Studium
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Internationalität beim Bachelor

Bachelor Pro – Kontra: Internationalität

Ziel des europaweiten Bologna-Prozesses ist, den europäischen Zusammenhalt zu fördern, ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln und eine europäische Kultur zu schaffen.

 

Mit der Einführung von einheitlichen Abschlüssen und einem einheitlichen Leistungsbewertungssystem wird die Mobilität von Studenten erhöht: Auslandsaufenthalte während und nach dem Studium sollen attraktiver gemacht werden, indem Hürden beseitigt werden. Beispielsweise ist geplant, dass man Prüfungen, die man im Auslandsstudium gemeistert hat, leichter angerechnet bekommt.

 

Außerdem soll der europaweit anerkannte Abschluss Türen bei ausländischen Arbeitgebern öffnen, auch die einheitliche Zeugnisbeilage "Diploma Supplement" (DS) soll dazu beitragen. Das DS beschreibt in verständlicher Sprache Programm, Studieninhalte und Niveau des Studienabschlusses.

 

Leider hat sich gerade dieser Punkt – ein Hauptziel der Einführung von Bachelor und Master und der Vision von Bologna – als schwierig zu erreichen herausgestellt. Das straff organisierte Bachelor-Studium und sein kompakter Lernstoff hindern Studenten nach Aussage verschiedener Studien sogar daran, ins Ausland zu gehen. Durch die strukturierten Studienpläne bleibt vielen schlicht nicht die Zeit, ein Auslandssemester einzulegen.

 

Das ist zugleich ein Hauptkritikpunkt etwa des Präsidenten der Hochschulrektoren-Konferenz, der die Beschränkung der Mobilität der Studierenden durch den Bachelor bemängelt. Darüber hinaus bleibt es schwierig, im Ausland erworbene Leistungsnachweise für das Studium anerkennen zu lassen.

 

Für die Befürworter des Bachelor-Abschlusses stellt das kein wirkliches Argument dar, weil es zuvor mit Magister und Diplom noch schwieriger war, sich Scheine oder andere Nachweise für das Studium anerkennen zu lassen. Allerdings geben auch die Fürsprecher der Bologna-Reform zu, dass es hier noch Handlungsbedarf gibt.

 

Für den Bachelor spricht außerdem, dass auch ausländische Studierende leichter in Deutschland an die Hochschulen gehen können. Aktuell nimmt die Attraktivität von Deutschland als Studienort ab, zu groß sind die Schwierigkeiten, Studieninhalte international vergleichbar oder Leistungsnachweise anrechenbar zu machen. So verzichten viele ausländische Studierende auf ein Auslandssemester in Deutschland und wählen lieber ein anderes Land. Bei einem Bachelor gibt es diese Probleme nicht mehr in dem Maße, denn der Abschluss ist international bekannt, Studienleistungen lassen sich leichter anerkennen.

 

Wer sein Auslandssemester nicht innerhalb Europas, sondern in den USA oder Kanada verbringen will, sollte sich darauf einrichten, dass die bisher erbrachten Studienleistungen nicht automatisch anerkannt werden. Denn in den USA entscheiden die Hochschulen jeweils individuell, ob Leistungen angerechnet werden oder nicht. Grundsätzlich ist es aber problemlos möglich, mit einem deutschen Bachelor oder Master an eine US-amerikanische Uni zu gehen.

 
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