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Abschlussbezeichnungen

Internationale Abschlussbezeichnungen und deutsche Fachbereiche

Mit der europäischen Hochschulreform werden internationale Titel auch für deutsche Studienabschlüsse vergeben. Wie aber heißt beispielsweise der Titel für den Studiengang "Mathematische Ökonomie"?

 

Damit sich die neuen Studeinabschlüsse und ihre Titel einfacher durchsetzen, hat die Kultusministerkonferenz (KMK) 2003 beschlossen, ein einfaches System mit einheitlichen Gradbezeichnungen in Deutschland einzuführen¹. Für den Bachelor hat die KMK nur sieben Abschlussbezeichnungen festgelegt:

 

[B.A.], [B.Sc.], [B.Eng.], [LL.B.], [B.F.A.], [B.Mus.], [B.Ed.]

 

Nicht immer lassen sich die Gradbezeichnungen den deutschen Fächergruppen und Studiengängen eindeutig zuordnen. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat den hierzulande gängigen deutschen Studienfächern und Fächergruppen folgende internationale Titel zugeordnet²:

 

Wirtschaftswissenschaften:

Bachelor of Arts [B.A.] oder Bachelor of Science [B.Sc.]

 

Ingenieurwissenschaften:

Bachelor of Engineering [B.Eng. / Bachelor of Science [B.Sc.]

 

Rechtswissenschaften:

Bachelor of Laws [LL.B.]

 

Freie Kunst:

Bachelor of Fine Arts [B.F.A.]

 

Künstlerisch angewandte Studiengänge / Darstellende Kunst:

Bachelor of Arts [B.A.]

 

Musik:

Bachelor of Music [B.Mus.]

 

Und welchen der sieben Bachelor-Titel bekommen Absolventen des Studiengangs "Mathematische Finanzökonomie"? Für wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge müsste doch eigentlich ein "Bachelor of Arts" [B.A.] vergeben werden, für Mathematik jedoch der naturwissenschaftliche Titel [B.Sc.]?

 

Die Titelvergabe bei solchen interdisziplinären Studiengängen ist abhängig davon, welcher Themenbereich im Studiengang überwiegt und somit in welchem Fachbereich einer Hochschule der Studiengang angeboten wurde.

 

Das findet man bei der jeweiligen Hochschule heraus. Das Beispiel oben stammt von der Uni-Konstanz, dort findet man auf der Webseite die Erklärung, dass hier am Ende des Studiengangs "Mathematische Finanzökonomie" ein "Bachelor of Science" verliehen wird.

 

Klar dürfte auch sein, dass wer das Fach Rechtswissenschaften studiert, nicht grundsätzlich den Titel "Bachelor of Laws" [LL.B.] erhält. Schließlich gibt es nicht nur Hauptfächer. So kann man an der Uni Bielefeld Rechtswissenschaften als Nebenfach studieren und man erhält danach nicht den "Bachelor of Laws", sondern einen "Bachelor of Arts" [B.A.].

 

Die deutschen Übersetzungen von Bachelor und Master sind übrigens "Bakkalaureus" und "Magister", die genauso als Bezeichnungen der akademischen Titel anerkannte sind. Die deutschen Bezeichnungen sind zwar nach den Vorgaben der KMK erlaubt, verzichtet werden soll jedoch auf Ergänzungen wie "B.A. (FH)", die auf die Art der Hochschule hinweisen, wie es einst beim Diplom mit dem Titel "Dipl. (FH)" üblich war.

 

Auf der Bachelor-Urkunde selbst steht natürlich die spezifische Studienrichtung, wie: "Bachelor of Arts in Media Publishing" und auch die Art der Hochschule ist aus dem Zeugnis ersichtlich.

 

 

¹ Quelle: KMK: "10 Thesen zur Bachelor- und Masterstruktur in Deutschland"

² Quelle: www.hrk-bologna.de: "Wie heißen Abschlussbezeichnungen genau?" (2008)

 
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